Leitlinien & Handlungsansätze für die

Innenstadt von

morgen

Ergebnisse einer Zukunftswerkstatt im Innenstadtnetzwerk Sachsen:

Handlungsansätze &
Leitlinien für die

Innenstadt von

morgen

Ergebnisse einer Zukunftswerkstatt im Innenstadtnetzwerk Sachsen:

1. Der Wandel

Innenstädte kleiner und mittlerer Städte wandeln sich zu vielfältigen Orten der Grundversorgung, Begegnung, Dienstleistungen und Lebensqualität.

2. Die Balance

Innenstädte entwickeln sich zu ausgewogenen Lebensräumen mit besserer Balance, weniger Konflikten und mehr Gestaltungsmöglichkeiten für alle.

3. Neue Ideen

Innenstädte werden zu offenen Orten für Innovation, Entschleunigung, Freizeit, modernes Wohnen und vielfältige Besuchsangebote.

4. Der „dritte Ort“

Innenstädte fungieren als attraktive „dritte Orte“ mit freien Treffpunkten, Mitmach-Angeboten und vielfältigen Begegnungsmöglichkeiten.

5. Sichtbarkeit

Innenstädte präsentieren sich off- und online sichtbar, vernetzt und attraktiv durch koordinierte Informationen und Angebote.

6. Tourismus

Innenstädte entwickeln sich zu vielseitigen Erlebnis- und Freizeitorten mit attraktiven Angeboten für Tourismus.

1. Der Wandel

Innenstädte – besonders in kleinen und mittleren Städten – verändern sich: Statt vom klassischen Einzelhandel geprägt zu sein, rücken heute die Grundversorgung und ergänzende Angebote für den mittelfristigen Bedarf in den Vordergrund. Gleichzeitig entstehen neue Treffpunkte sowie ein breiteres Spektrum an Dienstleistungen, Gastronomie, Kultur, Sozialem, Freizeit und Bildung.

Damit dies gelingt, braucht es:

  • individuelle und vielfältige Strukturen, die kleinteilig, intelligent und flexibel sind,

  • attraktive Plätze zum Verweilen,

  • eine faire Teilhabe für alle Nutzergruppen,

  • gute Erreichbarkeit und Aufenthaltsmöglichkeiten für alle Verkehrsarten – vom Fuß- und Radverkehr bis hin zu ÖPNV und Pkw,

  • einen ausgewogenen Angebotsmix, der kontinuierlich weiterentwickelt wird,

  • und eine gesteigerte Aufenthaltsqualität durch Gestaltung, Ruhezonen, Begrünung, Beleuchtung und klimafreundliche Lösungen.

So werden Innenstädte zu lebendigen, einladenden Räumen, die Menschen vielfältige Möglichkeiten zum Einkaufen, Begegnen und Erleben bieten.

2. Die Balance

In den Innenstädten entsteht eine neue Balance zwischen Gewerbe, Arbeiten, Wohnen und Leben. Konflikte zwischen unterschiedlichen Nutzergruppen und bei gemeinschaftlichen Veranstaltungen werden abgebaut. Gleichzeitig bekommt die Jugend mehr Raum für Begegnung und Gestaltung.

Um dies zu erreichen, braucht es:

  • die Entwicklung gemeinsamer Projekte – idealerweise auch von den Betroffenen selbst,

  • bessere Rahmenbedingungen für ein faires und ausgewogenes Miteinander,

  • die Initiierung und Begleitung von Beteiligungsprozessen,

  • sowie einen neuen Blick auf die Innenstadt als zentralen Treffpunkt – mit Orten zum Ausprobieren, flexiblen Nutzungen von Plätzen und Immobilien und neuen Ideen für öffentliche Räume.

So können Innenstädte zu lebendigen Orten werden, die allen Generationen Platz bieten.

3. Neue Ideen

Innenstädte bieten Raum für neue Ideen, Projekte und Themen. Sie können gleichzeitig Orte der Entschleunigung, der aktiven Freizeitgestaltung, des modernen Wohnens und Lebens sowie außergewöhnlicher Angebote für Besucherinnen und Besucher sein.

Dazu gehört:

  • die Potenziale für neue Ansätze in den Innenstädten zu ermitteln und hervorzuheben,

  • Synergien zwischen Bewohnern und Gästen zu finden und zu nutzen,

  • eine offene Willkommenskultur zu schaffen – mit gutem Service, klarer Information, einladender Gestaltung sowie Angeboten wie Parkplätzen, Sitzgelegenheiten oder Ladestationen.

So entstehen Innenstädte, die inspirieren, verbinden und ein hohes Maß an Lebensqualität bieten.

4. Der „dritte Ort“

Innenstädte können zu attraktiven „dritten Orten“ unseres Lebens werden – neben Arbeit und Zuhause. Sie schaffen Freiräume und Treffpunkte ohne wirtschaftliche Zwänge, laden zu Mitmach-Angeboten ein und bieten vielfältige Gelegenheiten für Begegnung.

Dazu braucht es:

  • neue oder wiederentdeckte Orte der Begegnung zu ganz unterschiedlichen Themen, z. B. einladende Sozialräume, umgestaltete Büchereien, ehemalige Industrieanlagen, entweihte Kirchen oder leerstehende Gebäude,

  • neue Allianzen und noch mehr ehrenamtliches Engagement, etwa durch Stadtvereine, Jugendbeiräte oder generationenübergreifende Projekte,

  • die aktive Beteiligung von Eigentümern und Einwohnergemeinschaften,

  • sowie die Belebung zentraler Plätze wie Marktplätze – mit Sitzinseln, Begrünung, Wasser, Spielmöglichkeiten und Veranstaltungen.

So entstehen Innenstädte, die Menschen verbinden und als lebendige Orte des Miteinanders wirken.

5. Sichtbarkeit

Innenstädte sind off- und online sichtbar und für alle attraktiv. Damit sie als lebendige Orte wahrgenommen werden, müssen Informationen klar, umfassend und vernetzt vermittelt werden.

Wesentliche Schritte dafür sind:

  • alle Informationskanäle aktiv zu nutzen – von Beschilderung über dauerhafte und temporäre Hinweise bis hin zu Print- und Online-Medien sowie interaktive Präsentationen besonderer Angebote und Veranstaltungen,

  • einen kontinuierlichen Austausch und die enge Vernetzung aller Akteure sicherzustellen, z. B. durch Veranstaltungskalender, Touristeninformationen und Online-Auftritte,

  • Netzwerke zwischen Städten, in der Region und darüber hinaus zu stärken – durch gemeinsamen Austausch, Plattformen und eine klare Positionierung.

So werden Innenstädte vor Ort wie auch digital sichtbar, erlebbar und einladend.

6. Tourismus

Innenstädte sind Orte für Erlebnis, Freizeit und attraktive Ziele für den Tourismus. Sie verbinden vielfältige Angebote mit besonderen Anziehungspunkten für Besucherinnen und Besucher.

Erforderlich ist dabei:

  • die Funktionsvielfalt weiter auszubauen – z. B. durch Rad- und Wandertourismus, Erlebnismanufakturen, Schauanlagen, Spiel- und Ausprobiermöglichkeiten sowie digitale Zusatzangebote wie Virtual Reality oder KI-Anwendungen,

  • die Potenziale der Innenstadt für einen Ganzjahrestourismus zu nutzen,

  • Genussangebote in der Innenstadt zu entwickeln,

  • Themen- und Qualitätswege, Erlebnispfade und thematische Inszenierungen zu pflegen und zielgruppenorientiert auszubauen,

  • Beherbergungsangebote zu diversifizieren, zu qualifizieren und flexibel nutzbar zu machen,

  • Natur- und Quartierserlebnisse individuell zu gestalten,

  • Qualitätssiegel, Prädikate und Zertifizierungen intensiver zu nutzen und auszubauen.

So werden Innenstädte zu lebendigen Erlebnisräumen, die Erholung, Vielfalt und touristische Anziehungskraft miteinander verbinden.

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